P2P-Kredite

In dem heutigen Beitrag stelle ich dir die verschiedenen Arten von Plattformen, Risiken und Chancen vor. Darauffolgend werde ich dir in kommenden Beträgen und Videos gezielt Plattformen vorstellen, um dir nach und nach die Welt der P2P-Kredite näher zu bringen.

Was sind P2P-Kredite?

Bei den P2P-Krediten (Peer to Peer / Person to Person) handelt es sich um Privatkredite, die direkt von einer Privatperson an eine andere Privatperson vergeben werden. Dabei tritt keine Bank als Vermittler auf und es entfallen die üblichen (hohen) Kosten.

Welche Arten von P2P-Plattformen gibt es?

Man unterscheidet P2P-Plattformen in Finanzierungs- und Vermittlungsplattformen:

Bei den Finanzierungsplattformen prüft die Plattform ein Projekt eines Kreditnehmers und stellt es den Investoren auf der Plattform vor. Diese können sich dann für das Projekt entscheiden und Geld investieren. Kommt der gewünschte Betrag zu Stande, wird das Projekt umgesetzt. Kann nicht genug Geld von den Geldgebern eingesammelt werden, wird das Projekt nicht umgesetzt und die Investoren erhalten Ihr Kapital zurück.

Auf der anderen Seite stehen die Vermittlungsplattformen. Hier gibt es eine weitere Partei, den Kreditanbahner. Dieser hat bereits einen Kredit an einen Kreditnehmer vergeben und bietet jetzt Anteile an dem bereits finanzierten Kreditprojekt auf dem Marktplatz einer Plattform an. Privatpersonen können jetzt als Kapitalgeber Anteile an diesem Kredit erwerben und von den Zinsen profitieren.

FinanzierungsplattformenVermittlungsplattformen
+ keine Kreditanbahner
+ einheitliche Bonitätsprüfung  
+ kein Bieten/Warten auf Kredit
+ direktes Investment  
– Kapital für Gebotszeitraum gebunden Stornierung möglich -> für die Zeit keine Rendite–  zusätzliche Partei involviert
– unterschiedliche (Bonitäts-)Prüfungsverfahren

Welche Risiken haben P2P-Kredite?

  • Ausfallrisiko (Kreditnehmer zahlungsunfähig)
  • Plattformrisiko (Insolvenz, Datenleck, etc.)
  • Fremdwährungsrisiko (schwankende Wechselkurse)
  • Liquiditätsrisiko (Kapital bis zu 5 Jahre gebunden)
  • Betrugsrisiko (Plattformen, Kreditnehmer)
  • staatliche Eingriffe (Gesetze oder Auflagen, die das Investieren unrentabel machen)

Welche Chancen haben P2P-Kredite?

  • sehr geringe Mindestanlagesummen (teilweise ab 10€)
  • hohe Rendite (vor allem in den baltischen Ländern)
  • kurze Laufzeiten mit hohen Renditen möglich (Payday Loans)
  • passives Einkommen
  • kostenloses Reinvestieren (Zinseszinseffekt)
  • geringer Zeitaufwand durch Auto-Invest
  • Abhängigkeit zu anderen Investments gering (Risikominimierung durch Diversifikation)
  • Plattform-/Länderdiversifikation reduzieren das Risiko

Fazit

P2P-Kredite sind eine spannende Alternative zu den klassischen Börsen-Investments. Doch mit der höheren Rendite kommt auch ein höheres Risiko einher. Vor allem in der aktuellen Corona-Krise sind einige Kredite bereits überfällig. Es wird sich zeigen, inwiefern sich P2P-Kredite in einer solchen Krise beweisen können.

So lange die aktuelle Rezession noch anhält, werde ich selbst noch kein Geld investieren. Denn mir ist diese Situation zu undurchsichtig.

Wie gehst du mit der aktuellen Situation um? Besitzt du selbst bereits P2P-Kredite und hast Lust uns über deine Erfahrungen in der aktuellen Krise zu berichten? Dann schreib gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag!

Gruß und eine finanziell erfolgreiche Woche,
Marco

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